Noch ein Solifax – diesmal Gentechnik

Im April 2009 hatten Gentechnikkritiker_innen ein Feld des Agrobiotechnikums Groß Lüsewitz besetzt, um symbolisch gegen die geplante Aussaat zu protestieren. Die Kleinstfirma Biovativ GmbH führt auf den betreffenden Flächen im Auftrag von Universitäten und Gentechnik-Konzeren wie BASF und Monsanto diverse Versuche an Pflanzen wie Gerste, Weizen, Kartoffeln und Petunien durch. „Offiziell wird von Sicherheitsforschung gesprochen, da dafür die Akzeptenz höher ist und diese zudem mit Fördergeldern in millionenhöhe subventioniert wird.“, erklärt eine der Aktivist_innen, „Doch wer sich genauer mit den Versuchen auseinandersetzt muss feststellen, dass es hier um Entwicklung neuer Pflanzen geht. Diese werden hier bereits im Forschungsstadium ins Freiland ausgebracht.“
Die Besetzung wurde damals noch am selben Tag geräumt. In der Folgezeit ließ das Amtsgericht Rostock den Besetzer_innen auf Antrag der biovativ GmbH einstweilige Verfügungen zukommen, in denen diesen untersagt wird, die Fläche in Zukunft zu betreten. Es folgten Rechnungen des Monsanto-Anwalts Dr. Hartwig Stiebler, der die Verfügungen im Auftrag der biovativ-Geschäftsführerin Kerstin Schmidt angestrengt hatte.
Nun steht den Besetzer_innen ein Strafprozess mit dem Tatvorwurf des Hausfriedensbruchs bevor. Gegen die ersten drei wird am Dienstag, den 01. Juli 2010 verhandelt. Wir rufen dazu auf, die Angeklagten zu unterstützen. Am besten direkt vor Ort – oder aber zumindest mit einem solidarischen Fax.
Die Fax-Nummer des Amtsgerichts ist: 0381 / 4957-9024.
Die Fax-Vorlage findet ihr hier: Soli-Fax für Feldbesetzer


1 Antwort auf „Noch ein Solifax – diesmal Gentechnik“


  1. 1 Administrator 10. Juni 2010 um 0:12 Uhr

    Es macht weiterhin Sinn Solifaxe an das AG Rostock zu schicken. Der Prozess wurde noch vor Beginn der Beweisaufnahme vertagt und bis jetzt ist noch kein neuer Termin bekannt.

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