Greifswald-Castor rollt noch vor Weihnachten!

Aus Polizeikreisen wurde bekannt, dass noch vor Weihnachten ein weiterer hochradioaktiver Atommüllzug durch Deutschland rollen wird. Ziel ist das Zwischenlager Nord bei Greifswald an der Ostseeküste. Bei den Behältern handelt es sich um eine vergleichbare Fracht, wie die für Gorleben bestimmten Castoren.

Geplant sind zwei Transport mit insgesamt neun Behältern, wobei vier zur Zeit in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage Cadarache für den Abtransport bereit stehen. In ihnen befinden sich 52 Kernbrennstäbe aus dem Atomfrachter ´Otto Hahn´ sowie des Nukelar-Forschungszentrums Karlsruhe.

Fünf Castorbehälter kommen wohl im Frühjahr 2011 aus der ehemaligen Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, wo zur Zeit radioaktive Abfälle in einer eigens dafür gebauten Anlage verglast werden.

Nun wurde aus Polizeikreisen bekannt, dass der erste Transport, der über 1.800 km Schienenstrecke führen soll, nur wenige Tage vor Heiligabend im Zwischenlager Nord in Lubmin ankommen soll. Die Energiewerk Nord, die das Zwischenlager Nord in Lubmin betreiben, wollten den Termin weder bestätigen, noch dementieren.

In und um Greifswald bereiten sich seit Monaten Aktivisten auf Proteste gegen die atomare Fracht vor. Gebaut worden sei das Zwischenlager mit dem Versprechen, ausschließlich Strahlenmüll aus der ehemaligen DDR einzulagern. Nun verkomme der Ort zum internationalen Endlager, befürhchten Atomkraftgegner. Am Wochenende wird im Rahmen des bundesweiten Schienenaktionstages auch in
Greifswald protestiert.

Erst Gorleben, dann Lubmin!

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