Transport nach Lubmin schon am 16. Dezember

Die Ostsee-Zeitung schreibt:

Schwerin (OZ) – Der genaue Termin für den umstrittenen Castor-Transport nach Lubmin steht fest. Wie führende Mitglieder der Landesregierung der OZ unabhängig voneinander bestätigten, rollen die insgesamt vier Behälter aus dem südfranzösischen Cadarache am Donnerstag, 16. Dezember, ins atomare Zwischenlager Nord bei Greifswald. Fünf weitere folgen im Frühjahr 2011. Wann genau, ist noch offen.

Das neue Dezember-Datum überrascht Atomkraftgegner und Umweltschützer gleichermaßen. Bislang hatten die Protestler die strahlende Fracht erst eine Woche später zwischen dem 21. und 23. Dezember erwartet. Für diesen Zeitraum waren bereits Aktionen in Lubmin, Greifswald und ganz Mecklenburg-Vorpommern angekündigt.
Die Landespolizei bereitet sich intensiv auf den Großeinsatz am 16. Dezember vor. Das Fußballspiel Hansa Rostock gegen Rot-Weiß Erfurt wurde eigens vom 12. Dezember auf Januar verschoben. Grund ist laut Polizei der geplante Castor-Transport, der die Beamten personell fordere.

Quelle: Ostsee-Zeitung

Dazu passt, dass der SWR berichtet, dass der Transport schon am 15. Dezember in der Pfalz sein soll:

Neuer Castor-Transport im Dezember
Am 15. Dezember soll ein weiterer Zug mit fünf Castor-Behältern durch die Pfalz fahren. Der hochradioaktive Müll wird nach SWR-Informationen vom südfranzösischen Atomforschungszentrum Cadarache in ein Zwischenlager in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern gebracht.
Die beteiligten Landesbehörden bereiten sich bereits auf ihren Einsatz entlang der Fahrtroute vor, da das Bundesamt für Strahlenschutz den Transport schon genehmigt hat. Vermutlich wird der Zug über Lauterburg und Wörth nach Karlsruhe und von dort weiter in den Norden fahren. Die Polizei wird zum Schutz des Streckenabschnitts mehrere Hundertschaften im Einsatz haben.
Der größte Teil der hochradioaktiven Abfälle stammt ursprünglich aus der seit langem stillgelegten Wiederaufarbeitungsanlage in Karlsruhe. Erst am 6. November war ein Castor-Transport nach Gorleben wegen massiver Proteste und Gleisblockaden von Atomkraftgegnern nicht wie zunächst geplant über Wörth gefahren, sondern über das badische Kehl umgeleitet worden.

Quelle: SWR.de