Neues zu dem Transport nach Majak

Majak ist vom Tisch? – Von wegen!
Der sächsische Landtag drängt weiter auf den Transport.
Sicherheitsbedenken: keine.

Vor allem die sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) macht sich für den Transport nach Majak stark. Sie erklärte, dass es sich bei den 951 Brennstäben nicht um Atommüll handeln würde. Das Uran der Rossendorfer Brennstäbe werde abgereichert und anschließend für zivile Zwecke aufgearbeitet. Damit werde es der Wirtschaft wieder zugeführt. Und auch dem Vorwurf der „Billigentsorgung“ trat die Ministerin entgegen. Der Kostenaufwand sei – im Gegensatz zum weiteren Verbleib in Deutschland – „überschaubar“.
Der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Johannes Lichdi gab hingegen an, dass der Müll in Majak nicht aufgearbeitet werden könne, weil die Anlage außer Betrieb sei. Es bestehe keine völkerrechtliche Pflicht, den Atommüll nach Russland zu fahren und dort die bereits stark belastete Umwelt weiter zu verseuchen.

Mehr dazu:
www.mdr.de
www.freiepresse.de/

Zu den Zuständen in Majak

(aus einem Interview im November 2010)

„Wie jedes Industrieunternehmen, das mit chemischen Stoffen zu tun hat, haben wir einen gewissen Einfluss auf die Umwelt. Wir bezahlen für diese negativen Einflüsse eine Entschädigung, wie das weltweit Praxis ist. In der letzten Zeit haben wir aber keine Grenzwerte mehr überschritten.“

„Was meinen Sie mit negativen Einflüsse auf die Umwelt?“

„Es gibt bestimmte Grenzwerte, und wir befinden uns innerhalb dieser Grenzwerte, im grünen Bereich. Das ist das Wichtigste.“


http://thomasangeli.wordpress.com

Ein weiterer Beitrag über Majak

(Deutsche Welle, im November 2010)

Gutachten der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS)

Das Gutachten, das Minister Rötgen Anfang Dezember 2010 zur vorläufigen Absage des Transportes bewegte, lässt sich hier oder auf www.kein-castor-nach-ahaus.de, wo auch eine Kurzzusammenfassung der Inhalte zu lesen ist, finden.