Nächster Lubin-Castor bereits im Februar

Nachdem das Bundesamt für Strahlenschutz die zunächst bis zum 13. Dezember 2010 befristete Transportgenehmigung bis zum 30. April 2012 verlängert hatte, gab es ein großes Rätselraten um den Termin. Nun scheint allerdings festzustehen, dass der nächste Castor-Transport ins Zwischenlager Nord bereits diesen Februar rollen wird. Nicht nur dass in mehreren Medien der 16. Februar als Transporttermin genannt wird – Aktivisten haben durch Telefonate mit Hotels der gesamten Region um Greifswald festgestellt, dass sich die Polizei vom 15.-18. Feb. massiv dort einquartiert.

Atomtransport aus Karlsruhe rollt Mitte Februar

Derzeit werde der letzte von fünf Castoren in der stillgelegten Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) beladen, sagte eine EWN-Sprecherin am Montag, 03.01.2011 der dpa. Der hoch radioaktive Abfall aus der stillgelegten Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) wurde für den Transport verhärtet und so transportfähig gemacht. Die 60.000 Liter Plutoniumbrühe waren beim Betrieb der WAK bis 1990 angefallen. Die in Glas eingeschmolzene „Atomsuppe“ (im Fachjargon „Highly Active Waste Concentrate“, abgekürzt HAWC) ist ein Restprodukt aus der Wiederaufbereitung abgebrannter Brennelemente, die unter anderem zur Herstellung waffenfähigen Plutoniums diente. Diese „Atomsuppe“ lagert seit den 1970er-Jahren in stark gesicherten Edelstahltanks auf dem Areal des Forschungszentrums in Karlsruhe. Die Anlage war 1971 in Betrieb gegangen und wurde Anfang der 90er-Jahre stillgelegt. Seit 2006 ist sie ein Tochterunternehmen der Energiewerke Nord (EWN). Damit wird die Einlagerung des Karlsruher Atommülls im bundeseigenen Zwischenlager Nord begründet.

Die Innenminister der beteiligten Bundesländer müssten sich auf einen Transporttermin ins Zwischenlager Nord bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern einigen. so die EWN-Sprecherin. Währenddessen nennen die Medien bereits den 16. Februar als Abfahrtstermin. Im Zwischenlager Nord nahe Lubmin bei Greifswald soll der Transport einen Tag später ankommen.
Polizei und Umweltministerium wollten die Termine weder bestätigen noch dementieren.

Die fünf Castoren mit Atommüll sollen auf Stadtbahngleisen abtransportiert werden. Die ersten Kilometer führen demnach mitten durch Wohngebiete der Gemeinden Eggenstein-Leopoldshafen und Karlsruhe.

Medien zum Transporttermin:
www.ostsee-zeitung.de
www.stuttgarter-zeitung.de
www.bild.de/
www.maerkischeallgemeine.de (1)
www.maerkischeallgemeine.de (2)
www.stromtarife.com

Weitere Informationen:
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