Demnächst Prozess wegen Ankettaktion beim Lubmin-Castor

Im Februar 2011 fand ein Transport von hochradioaktivem Atommüll von Karlsruhe ins Zwischenlager Lubmin statt. Es gab zahlreiche Proteste entlang der ganzen Strecke. Als sich der Castortransport dem Nordosten nähert, hat eine kleine Gruppe bei Ribnitz-Damgarten beschlossen, den Zug symbolisch zu stoppen. Zwei Aktivisten ketteten sich mit einem Rohr unter der Schiene fest, nachdem eine Vorstopper-Gruppe den Zug zum Stehen gebracht hat. Der Transport wurde für mehrere Stunden aufgehalten. Die Aktivisten fordern ein Ende des Atommülltourismus – denn ein Transport an einen Ort, wo der geringste Widerstand erwatet hat, dient lediglich dem Weiterbetrieb der Atomanlagen. Fukushima hat uns nochmals vor Augen geführt, dass es eine sofortige Abschaltung aller Atomanlagen geben muss.

Trotzdem stehen die beiden Anti-Atom-Aktivisten demnächst vor Gericht. Unterstützt sie auf jede euch mögliche Art. Kriminell ist die Atomindustrie – angeklagt wird der Widerstand. Solidarität hilft! Also komm zum öffentlichen Prozess am 13.10. 10:25 Uhr. Amtsgericht Ribnitz-Damgarten (Scheunenweg 10, Raum 023).