Widerstand gegen indisches AKW Kudankulam – Veranstaltung

Im indischen Bundesstaat Tamil Nadu gibt es massive Auseinandersetzungen um den Bau eines Atomkraftwerkes in Kudankulam. An dem AKW Standort sollen insgesamt sechs AKW gebaut werden.

Am Montag, 23.4.2012 (18:30 Uhr) gibt es in Frankfurt am Main (Café Exzess, Leipziger Straße 91) eine Veranstaltung dazu.

20.000 Menschen protestierten vor dem AKW (Berichte auf englisch). 15 von ihnen sind in den unbefristeten Hungerstreik getreten. Ca. 10 AktivistInnen wurden verhaftet. Amnesty befürchtet, dass ihnen lebenslange Haft droht (mehr hier). Weitere Personen (mehreren Hundert) wurden bei Blockaden festgenommen.

6.000 Polizeibeamte inkl. Sondereinsatzkomando/SEK (in Indien heißt das RAF = Rapid Action Force) wurden um Kudankulam zusammengezogen. Ausgangssperre wurde verhängt und Kontrollpunkte auf allen Straßen um Kudankulam eingerichtet. 300 ArbeiterInnen wurden unter Polizeischutz ins AKW verbracht.

Die Lage ist ernst, nachdem Hetzkampagnen („vom Ausland gesteuerter Widerstand“) und Expertenkommissionen den Widerstand nicht brechen konnten, wird versucht, den AKW-Betrieb mit nackter (Staats-)Gewalt durchzusetzen.
Die Elektrizität wurde abgestellt. Wasser und Lebensmittellieferungen nach Idinthakarai wurden gestoppt und alle Straßen und Seewege dort hin blockiert. Die Polizei hat den Menschen vor Ort gewaltsam Handys und Wasserbehälter weggenommen. Die Medien wurden behindert bzw. garnicht mehr in die Region gelassen (laut Twitter).

Amnesty International rief aufgrund der Festnahmen zu einer Petition auf: Urgent Action

Zur Veranstaltung:

In der Veranstaltung der Initiative „Atomprofiteure stilllegen“ am 23.04. soll es schwerpunktmäßig um den Widerstand gegen den Bau des Atomkraftwerks Kudankulam und um die Profiteure der indischen Atomanlagen gehen.

Weitere Informationen unter anderem hier:
http://stilllegen.blogsport.de/