Archiv der Kategorie 'Aktionstage / -wochen'

Sammel-Prozess in Sachen Castor – Betonblock ’08 und Kletteraktion ’10

Wir lassen uns nicht kriminalisieren!
--- 18. März, 10 Uhr am Amtsgericht Potsdam, Jägerallee 10-12, Saal 21---


Wegen zwei erfolgreichen spektakulären Blockadeaktionen in Hessen und der Pfalz muss sich am Montag ein Aktivist vor dem Amtsgericht Potsdam verteidigen. „3 bzw. 5 Jahre nach den Vorkommnissen, nachdem Parallelverfahren bei der anderen zuständigen Richterin bereits eingestellt wurden, hält Richterin Ahle es für nötig, zu untersuchen, ob dabei nicht doch Ordnungswidrigkeiten begangen worden seien. Schon 3 Mal stand ich für meine körperliche Anwesenheit ’08 in der Nähe eines Betonblockes auf der Castorstrecke vor Gericht. Eine Strafbarkeit konnte nie festgestellt werden und nun, fast 5 Jahre danach, soll ich wegen dieses 150€-Bußgeldes schon wieder nahezu 500km quer durch die Republik reisen. Dass muss man sich mal vorstellen!“ so Christof, der Betroffene. „Es mag für viele nicht nachvollziehbar sein, weswegen ich das Geld nicht einfach zahle, aber mein Gerechtigkeitswille und von mir aus auch Trotz ist größer als die Trägheit. Der politisch motivierten Verfolgung dafür, dass ich mich für eine intakte Umwelt einsetze, werde ich mich nicht beugen. Gerade angesichts des Trends zum Atomexport z.B. durch die Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik Lingen kann ich nicht an das Gerede von einem Atomausstieg glauben“ (mehr…)

Castor-Stoppen: Generalprobe

Am Samstag, 02. Oktober findet in Karlsruhe eine kreative „Castor-Stoppen“-Aktion statt. Alle sind dazu aufgerufen den Castor in der Innenstadt auf vielfältige Art und Weise zu stoppen und Passant_innen mit einzubeziehen.
Kommt mit oder ohne Fahrrad.

Lasst euch überraschen.

Start 11 Uhr am Marktplatz

Programm der Cnastor-Tage

Hier könnt ihr das Programm für die Cnastor-Tage in Karlsruhe nachlesen:

Freitag, 01.10.10
Ort: Gewerbehof-Steinstrasse 23 im Kita Gebäude- Gegenüber vom Palaver

  • 20 Uhr: Vortrag über die Blockade mit Film Neu-Ort bekannt!!
  • Danach: Weitere Vorträge oder Filme

Samstag, 02.10.10

  • 11:00 Uhr: Innenstadtaktionen. Treffpunkt: Marktplatz
    (kommt mit oder ohne Fahrrad!)
  • 16:00Uhr: Mobilisierungsveranstaltungen für diesjährigen Castor
    (mit verschiedenen Initiativen)1

Sonntag, 03.10.10

  • 10:10 Uhr: Treffpunkt am Bahnhof in Karlsruhe für Schienenspaziergang entlang der blockierten Strecke und Informationen über widerrechtliche Benutzung der Gleisstrecke.
  • 15:30 Uhr: ausführlicher Lock-on Workshop1
  • 20:00 Uhr: Vortrag über „Atommüllzentrum“ Karlsruhe ( KIT, Kernforschungszentrum) mit Harry Block1

22:00Uhr: Konzert des politischen Liedermachers Fidl Kunterbunt

Montag, 04..10.10

  • 20:00 Uhr: Film und Vortrag über Uranabbau und dessen Folgen mit Gunter Wippel 1

Dienstag, 05.10.10

  • 18:00 Uhr: gemeinsame Prozessvorbereitung mit Angeklagten und Zuschauer_innen 1

Mittwoch, 06.10.10

  • 9:00 Uhr: Prozess am Amtsgericht Kandel
  • gemeinsam den Tag ausklingen lassen
  1. Im Infoladen in der Viktoriastraße 12, Karlsruhe [zurück]
  2. Ort wird noch bekannt gegeben [zurück]

Ahaus: Dauercamp am Zwischenlager

Um die Atomtransporte nach Ahaus in der kommenden Zeit zu erschweren, gibt es ab Montag Abend, 26.07. ca. 20.00 Uhr ein Dauercamp am Zwischenlager. Die ersten Aktivist_innen haben sich bereits angekündigt und werden die gesamte Woche auf der BI-Wiese vorm Zwischenlager zelten.

Kommt vorbei und unterstützt die Leute. Ihr könnt einfach mal reinschauen und euch dazu setzen, selber eine Nacht dort verbringen oder gleich die ganze Woche dort bleiben. Verbringt mit den Aktivist_innen einen Tag bei der Beobachtung oder einen gemeinsame Abend am Lagerfeuer.
Achtung: auf dem Camp herrscht Selbstversorgung!!! Bringt Essen und Getränke bitte selber mit! Lagerfeuer wird gestellt ;-)

Ferner wollen die Aktiven vor Ort in der Zeit eine Bestandsaufnahme der Hütten auf der BI-Wiese machen und neue Pläne schmieden, wie die Hütten neu aufgebaut werden können. Der Plan ist, eine fertige Camp-Struktur aufzubauen mit der jederzeit schnell reagiert werden kann. Auch wird es während des Camps die Möglichkeit geben, die bekannten Holz X-e zu basteln und das ein oder andere Transparent zu malen. Über Materialspenden wie Farbe, Transparentstoff und Holz freuen sich die Aktivist_innen.

www.kein-castor-nach-ahaus.de

LUBMIN NIX DA!

Da es demnächst genehmigte Castor-Transporte nach Lubmin geben wird – veranstalten Anti-Atom-Aktivist_innen noch diesen Monat eine Aktionswoche in Greifswald.
Vom 24. bis 28. Juli 2010 gibt es volles Programm mit Vernetzungstreffen, Kundgebung am Zwischenlager, mehreren Demonstrationen, Informationsveranstaltungen und täglich leckerer VoKü.

Plakat Aktionstage Lubmin

Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit!
www.lubmin-nix-da.de

Kein Dauerauftrag für Atomkonzerne!

Bundesweite Ökostrom-Wechselwoche startet mit 60 Aktionen!
Das Aktionsbündnis „Atomausstieg selber machen“ hat zu einer bundesweiten Ökostrom-Wechselwoche vom 10. bis 18. April aufgerufen.
Der Kampf um Laufzeitverlängerungen soll RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall teuer zu stehen kommen! In mehr als 60 Städten errichten Aktive „Ökostrom-Wechselstuben“
in Fußgängerzonen oder laden Privatleute zu „Ökostrom-Wechselpartys“ ein. Aufgerufen dazu haben 21 Organisationen und Initiativen, die im Aktionsbündnis „Atomausstieg selber machen“ zusammengeschlossen sind.

Das Bündnis „Atomausstieg selber machen“ empfiehlt, zu einem reinen Ökostromanbieter zu wechseln, der nicht mit der Atomindustrie verflochten ist und sich für Erneuerbare Energien einsetzt. Besonders zu empfehlen sind die bundesweiten Ökostromversorger Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy und Naturstrom. Der Wechsel ist kostenlos, sicher und unkompliziert. Informationen hierzu bietet folgende Internetseite. Unter der gebührenfreien Hotline 0800-7626852 können Interessenten ein kostenloses Infopaket bestellen und sich beraten lassen.

Die Bahn – spitzelnder Dienstleister für Atommafia, Militär und Reiche?

Mobilität ist viel wert, gerade in einer so vernetzten Gesellschaft wie wir sie heute haben. Zugriff auf Mobilität ist eine Ressource von besonderer Bedeutung. Ein funktionierendes, ausgebautes Schienennetz, für alle Menschen verfügbar – das wollen wir.
Doch die Realität sieht anders aus – deswegen rufen wir auf zum

Bahnhofsaktionstag am 11.3.2010

Ob mit Flugblättern, Transparenten, Theater, Blockaden, Kletteraktionen oder auch ganz anders – beteiligt euch an eurem regionalen Bahnhof mit einer eigenen Aktion!


Bereits am Mittwoch, den 24.02. machten in Gießen rund um den Hauptbahnhof mehrere Aktivist_innen auf ihre Kritik an der Deutschen Bahn aufmerksam. Mit Flyern, bunten Kreidesprüchen und Transparenten vermittelten sie diese vor allem den Kunden der Bahn AG.

Giessen - Sonne

Dabei spielt kritisierten die Aktivist_innen, dass die Bahn an Militärtransporten verdient und gegen Antimilitarist_innen sogar gerichtlich vorgeht. Außerdem thematisierten sie auch die Verwicklung der Bahn in Atomtransporte und die Repression gegen Anti-Atom-Aktivist_innen wie uns.

Giessen - Automat

Doch auch andere Missstände, wie beispielsweise die Bespitzelungsaffären oder auch steigende Fahrpreise wurden angesprochen.

Giessen - X

Nach kurzer Zeit riefen die Bahnsicherheitsbeamten die Polizei. Zunächst lehnte diese ab, zu kommen, da wohl auch der Polizei klar war, dass Kreidemalen keine Straftat darstellt. Das Drängen der Bahnangestellten führte schließlich dann doch dazu, dass die Polizei Personalienkontrollen durchführte. Die Frage nach einer Rechtsgrundlage wurde genauso unbeantwortet gelassen, wie die nach den Dienstnummern der Beamten. Erst nach einiger Diskussion bekam eine Aktivistin zumindest den Namen eines Beamten – ein schwacher Trost für diese unfaire Behandlung.

Die Aktivist_innen mobilisierten mit der Aktion für den bundesweiten Aktionstag. An diesem Tag soll es darum gehen, der Bahn an möglichst vielen Orten zu zeigen, dass sie mit ihrer Politik – geprägt von Mobbing, Atomtransporten, Rüstungstransporten und nicht zuletzt Kosteneinsparungen auf Kosten von Sicherheit – nicht auf Gegenliebe stößt.


Atomtransporte
Atomkraftwerke produzieren Atommüll, der eine Million Jahre lang sicher lagern muss. Weltweit gibt es kein Endlager für den tödlichen Abfall. Um das zu vertuschen wird der Müll immer wieder von einem Ort zum nächsten verschoben- gegen den Widerstand vieler engagierter Menschen durchgesetzt von Bahn und Polizei. Die Bahn ist sogar selbst Miteigentümer eines Atomkraftwerkes. Atomausstieg sofort! (www.contratom.de).

Militärtransporte
Die Bahn fungiert als Dienstleister für die Bundeswehr und transportiert Kriegsgerät. Sie ist damit mitverantwortlich für die Kriege des deutschen Militärs. Gegen antimilitaristische Aktivist_innen geht die Bahn mit Klagen vor.
Kriege verhindern, Bundeswehr abschaffen! (www.militarismus-jetzt-stoppen.de.vu).

Bespitzelung und Mobbing, Lohndumping
Mitarbeiter_innen der Bahn berichten immer wieder über politisch motivierte Entlassungen und Mobbing bei der Bahn. Wer politisch nicht die Linie der Bahn vertritt, oder als Bauernopfer in die Konzernpolitik passt, wird entsorgt. Alle Arbeiten, die outgesourct werden können, werden an Subunternehmen vergeben, die möglichst billig arbeiten. Arbeitnehmer_innenrechte verteidigen, Organisierung stärken- Mobbing entgegentreten! (Buchempfehlung: Günter Wallraff „Aus der schönen neuen Welt“)

Privatisierungspläne
Dank der Finanzkrise ist die Privatisierung der Bahn vorerst vom Tisch- die Pläne liegen jedoch noch immer in der Schublade und zeigen worum es der Bahnspitze geht: Gewinnmaximierung statt Bahn für alle. Die Folgen einer Privatisierung zeigen sich in anderen Ländern: Das Schienennetz verschwindet aus der Fläche, Orte werden abgeschnitten und die Zahl der Unfälle steigt (www.bahn-fuer-alle.de).

Einsparungen auf Kosten der Sicherheit
Nicht erst seit dem Berliner S-Bahn-Skandal ist klar: Solange es keinen öffentlichen Druck gibt, wird die Bahn weiterhin an der Sicherheit sparen. Devise ist: Was noch fährt, bringt Kohle.

Mobilität für Reiche
Die Schnellstrecken werden weiter ausgebaut und kleine Bahnhöfe geschlossen. Es entstehen Wartebereiche für Privilegierte, während normale Reisende frieren müssen. Fahrkarten sind unbezahlbar und Mobilität wird zum Luxus. Wir fordern: Öffentlicher Nah- und Fernverkehr- kostenlos für alle!

Vergangenheitsbewältigung
Die unrühmlichen Kapitel der Konzernvergangenheit werden nicht behandelt, sondern totgeschwiegen und blockiert. So hatte beispiels-weise der an die Deportationen von Kindern im dritten Reich mahnende „Zug der Erinnerung“ immer wieder Probleme, überhaupt die Schienen nutzen zu dürfen und an Bahnhöfen halten zu dürfen (www.zug-der-erinnerung.eu).

Zeigen wir der Bahn, was wir von solch einer Politik halten!